Hausmittel gegen Verstopfung im Thailand Urlaub

Sie haben einen Urlaub in Thailand geplant und haben Sorge vor Verstopfung? Sie sind schon vor Ort und wissen nicht wie Sie sich am besten verhalten? Keine Angst, Sie sind mit ihren Sorgen nicht allein. Viele Menschen leiden bei Reise nach Fernost unter Reisedurchfall. Bei manchen Menschen reagiert der Körper jedoch auf den mit der Reise verbundenen Stress und die neuen, ungewohnten Lebensmittel anders. Die Konsequenz: Reiseverstopfung!

Wir haben ein paar Tipps für Sie, die Ihnen helfen sollen den Darm wieder in Schwung zu bringen.

Für den eiligen Leser, hier die Zusammenfassung:

  • Chilis. Lesen Sie dazu doch auch unseren Artikel Chili gegen Verstopfung
  • Som Tam (Papaya Salat)
  • Frisches Obst wie Mangos und Papayas
  • Tamarinde
  • Tom Yum (saure Suppe mit thailändischen Gewürzen)
  • Reis meiden
  • Thai Massagen

Existiert Verstopfung in Südost-Asien überhaupt?

Verstopfung ist in der westlichen Welt deutlich häufiger als in Südost-Asien. Es wird geschätzt, dass etwa 15 bis 30% der Deutschen und Österreicher regelmäßig an Verstopfung leiden. In Asien sind sowohl Verstopfung als auch Reizdarmsyndrom bei weitem nicht so verbreitet wie bei uns, trotzdem sind die Beschwerden auch in Asien bekannt (Quelle). Oft ist die Ursache in der “Verwestlichung” der Ernährungsweise und Lebensgewohnheiten (viel Sitzen, wenig Bewegung) zu suchen, doch ist es gewiss nicht so, dass Verstopfung früher völlig unbekannt war. Daher haben auch asiatische Kulturen seit Jahrtausenden Hausmittel entwickelt, um gegen Verdauungsbeschwerden anzukommen.

Ernährung gegen Verstopfung

Ihre beste Waffe gegen Verstopfung in Thailand ist die richtige Ernährung. Es gilt das gleiche wie in allen anderen Ländern der Welt, ernähren Sie sich sich gesund und ballaststoffreich. Bei der reichen und köstlichen Küche in Thailand werden Sie bestimmte keine Probleme haben etwas zu finden.

Scharfes Essen gegen Verstopfung

Lebensmittel, die mit scharfen Gewürzen wie Chili oder frisches Chilischoten zubereitet werden, enthalten einen wirksamen Inhaltsstoff, der als Capsaicin bekannt ist und den Körper reizt. Daher kommt auch das Brennen im Mund. Kein Wunder also, dass Capsaicin auch die Magen- oder Darmschleimhaut reizen kann. Einige Menschen vertragen das Capsaicin besser, vor allem, wenn sie ihr Leben lang daran gewöhnt sind. Für andere, die einen empfindlicheren Darm haben, setzt es den Prozess in Gang, der zu Durchfall führt. Wer scharfes Essen also nicht gewohnt ist, der leidet oft nur wenige Stunden später an “Montezumas Rache” (der kommt zwar nicht aus Asien, der Zustand ist aber auch dort sehr bekannt).

Die thailändische Küche ist weltweit bekannt für Ihre Schärfe. Die besten Voraussetzungen also, um gegen Verstopfung vorzugehen. Das nächste mal, wenn Sie essen gehen, dann trauen Sie sich doch die Version für Einheimische statt der für Ausländer zu bestellen. Der fürsorgliche Kellner wird sich bestimmt drei mal vergewissern, ob Sie das wirklich wollen. Wenn Sie Ihren Gaumen den Rest des Urlaubs noch brauchen, dann einigen Sie sich mit ihm auf die Schärfe, die ein thailändisches Kleinkind isst.

Eine konkrete Empfehlung ist Som Tam, ein thailändischer Salat aus grünen Papayas. Dieser wird je nach Geschmack mit zwei bis zehn(!) frischen Chillis zubereitet. Die Papaya darf man sich nicht wie die pinken, süßlich schmeckenden Papayas bei uns im Supermarkt vorstellen. Das ist eine andere Art, die härter und neutraler schmeckt und ähnlich wie Karotten für den Salat in Streifen gerissen wird. Neben den Chilis helfen auch die Ballaststoffe in der frischen Papaya der Verdauung.

Das führt uns auch schon zum nächsten Tipp …

Frisches Obst gegen Verstopfung

Thailand ist perfekt für alle, die frisches Obst lieben. Holen Sie sich doch eine frische Mango oder Papaya (diesmal die süße Variante) vom Markt und genießen Sie diese. Sie können es auch mit einer reifen Durian, der Stinkefrucht versuchen, wenn Ihnen das schmeckt oder Sie einfach ein exotisches Erlebnis für alle Sinne haben wollen. Wenn Sie mit den heimischen Früchten in Thailand nicht glücklich werden, können Sie natürlich auch importiertes Obst finden. Ein paar Tipps haben wir Ihnen unter Bestes Obst gegen Verstopfung gegeben.

Eine oft übersehene Frucht gegen Verstopfung ist die Tamarinde, die Schote des Tamarindenbaums. Diese kann man als Snack mit Zuckerdip verputzen. Sie können Tamarinde am Markt kaufen oder auch als fertiger kandierter Snack im Supermarkt. Achten Sie beim Supermarkt darauf, dass nicht zu viel Zucker zugesetzt wurde.

Darüber hinaus wird Tamarinde in Thailand als Gewürz verwendet, was uns auch schon zu unserem nächsten Tipp führt …

Gewürze gegen Verstopfung

In Thailand gehören Galgant, Ingwer, Zitronengras, Basilikum, scharfe Kräuter wie schwarzer Pfeffer, Cayennepfeffer, Nelken, rote und grüne Currys zu den am häufigsten verzehrten Nahrungsmitteln und Kräutern, um Verstopfung zu behandeln. Eine Gericht bei dem Sie eine Vielzahl der genannten Gewürze auf einmal bekommen, ist Tom Yum, eine sauer-scharfe Suppe, die in Thailand sehr verbreitet ist. Tom Yum kommt mit unterschiedlichen Einlagen, die bekanntesten sind Tom Yum Gung (mit Garnelen) oder Tom Yum Gai (mit Huhn), die Zubereitung der Suppe bleibt aber prinzipiell gleich.

Mehr lesen Sie am Besten unter Beste Gewürze gegen Verstopfung

Ingwer-Tee gegen Verstopfung

Eine weitere Idee, die wir Ihnen ans Herz legen wollen ist Ingwertee. Thais trinken zwar bei weitem nicht so viel Tee wie andere Asiaten, aber Ingwertee sollte sich auftreiben lassen. Ingwer ist nämlich auch in Thailand eine weit verbreitete Zutat zur Behandlung von diversen Magen-Darm-Beschwerden wie Verstopfung, Übelkeit, Blähungen usw. Im Supermarkt finden Sie bestimmte noch andere weitere Tees gegen Verstopfung.

Eine Liste mit den Besten Tees gegen Verstopfung finden Sie bei uns auch. Wer noch mehr über einen Tee aus der thailändisches Volksmedizin wissen (und vielleicht noch ein paar Kilo abnehmen) möchte, der sollte sich auch Schwarzer Ingwer Tee: Hilft er auch gegen Verstopfung? ansehen.

Reis begünstigt Verstopfung

Reis ist DAS Grundnahrungsmittel in Thailand. Schon das thailändische Wort für “essen” (gin kaow) bedeutet wörtlich übersetzt “Reis essen” und steht im Kontrast zu “snacken” (gin kanom). Wer also keinen Reis isst, der hat eigentlich nicht richtig gegessen. Gerade weißer Reis kann aber Verstopfung begünstigen. Die meisten Thais nehmen ohnehin durch die restliche Nahrung genügend Obst und Gemüse zu sich, um den Darm mit Ballaststoffen anzutreiben. Wenn Sie allerdings schon an Verstopfung leiden, dann versuchen Sie doch mal den Reis wegzulassen. Achja, übrigens, Nudeln sind in der Hinsicht nicht wirklich viel besser.

Thai Massagen gegen Verstopfung

Traditionelle Thai-Massage kann ein sehr wirksames Behandlungsmittel gegen eine Vielzahl an Erkrankungen, darunter auch Verstopfung sein. In Thailand werden Sie, vor allem in touristischen Orten, an jeder Ecke einen Massagesalon finden. Viele Hotels bieten ebenfalls Massage-Services an. Selbst am Strand können Sie gute und günstige Massagen finden. Sie können auch immer vorab klären, welche ihrer Körperregion verspannt – oder in Ihrem Fall verstopft – ist und ihr Masseur oder ihre Masseurin wird sich dann darauf fokussieren.

Zugegeben, die Qualität der Massagen kann stark variieren und die Vielzahl an Zertifikaten oder Ausbildungen ist für den Urlauber unüberschaubar und praktisch nicht kontrollierbar. Auch am Preis kann man nicht immer erkennen, ob die Behandlung “besser” ist – der Zusammenhang ist hier üblicherweise eher schwach. Unser Vorschlag: Versuchen Sie es einfach mal.

Mittlerweile sind Thai-Massagen weltweit verbreitet. Wenn Ihnen die Behandlung gut getan hat, dann können Sie bestimmt auch in Ihrer Heimat eine Thai-Massage finden. Wenn Sie sich nicht gerne massieren lassen, sondern lieber selber massieren wollen, dann lesen Sie doch Bauchmassagen gegen Verstopfung. Dort haben wir ein paar hilfreiche Techniken zusammengetragen.

Thai Yoga gegen Verstopfung

Auch in Thailand hat sich eine spezifische Yoga-Praxis herausgebildet. Viele Übungen richten sich dabei an die Verbesserung der Flexibilität und bringen als glücklichen Nebeneffekt auch eine Linderung von Verdauungsbeschwerden mit sich. Suchen Sie doch mal ein Yoga-Studio in Ihrer Nähe auf.

Wenn Sie es lieber erstmal selber versuchen wollen, dann lesen Sie doch auch Beste Yoga-Übungen gegen Verstopfung. Eine “Yoga-Übung” der anderen Art ist Hockerln über einer traditionellen Toilette. In modernen Hotels oder Restaurants wird Ihnen so etwas nicht mehr unterkommen, in vielen Tempeln können Sie diese allerdings noch finden. Warum die Sitzposition eine wichtige Rolle bei der Darmentleerung spielt, lesen Sie am besten in Toilettenhocker und die natürliche Sitzposition.

Hilfsmittel aus der Apotheke gegen Verstopfung

Wenn Sie nicht gerade irgendwo im Dschungel oder auf einer einsamen Trauminsel gestrandet sind, dann gibt es in Thailand auch fast an jeder Ecke Apotheken. Wenn keiner der vorangegangen Tipps geholfen hat, dann lassen Sie sich dort beraten. Viele Apotheker sprechen auch Englisch – mit Deutsch wird es schon etwas schwieriger – und die meisten sind auch sehr kompetent. Sie können es auch mit dem Satz “Bpai hong nam mai dai.“versuchen, was etwa so viel heißen sollte wie “Ich kann nicht auf die Toilette gehen.”

Wenn sich die Sprachbarriere nicht überwinden lässt, dann versuchen Sie es doch mal mit Pantomime. Die Thais sind sehr freundlich und hilfsbereit und lachen bestimmt mit Ihnen (nicht über Sie).

Spaß beiseite, ein Mittel, das Sie in der Apotheke bekommen können ist Glaubersalz. Wie und warum Glaubersalz wirkt, erfahren Sie in unserem Artikel Glaubersalz gegen Verstopfung

 

 

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