Schafgabe als Hausmittel bei Verdauungsproblemen

Die Schafgarbe gilt in Mitteleuropa schon seit langem als regionales Heilmittel gegen zahlreiche Beschwerden. Sowohl die Menschen der Antike als auch die Kräuterweiber des Mittelalters verabreichten die Schafgarbe zur Linderung von Verdauungs- oder Menstruationsbeschwerden. Sie wächst in in unseren Breiten vor allem in den Sommermonaten auf Wiesen und am Feldrand oder überall dort wo nicht ständig gemäht wird wie auf Baustellen oder an naturbelassenen Bächen. Auch Großmutter hat zur Erntezeit gerne die Schafgarbe vom Feldrand gepflückt und dann getrocknet, um sie dann in Ihrer Trickkiste zu haben, wenn die Kinder mit Bauchschmerzen und Blähungen zu ihr kamen.

Die Schafgarbe enthält sehr ähnliche Inhaltsstoffe wie die Kamille, welche ebenfalls als Heilkraut gilt und in unseren 10 Besten Tees gegen Verstopfung enthalten ist.

Schafgarbe als Heilmittel gegen zahlreiche Beschwerden

Schafgarbe wirkt also gegen allerlei Beschwerden. Sie wirkt durchblutungsfördernd und krampflösend. Außerdem regt sie die Gallensäfte an. Daher wird die Schafgarbe häufig gegen die folgenden Beschwerden eingesetzt gegen:

  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Blähungen
  • Übelkeit
  • Gallenbeschwerden
  • Menstruationsbeschwerden
  • Atemwegserkrankungen
  • Sonnenbrand und anderen Hautentzündungen

Von der Schafgarbe kann die gesamte Pflanze verwendet werden, also sowohl die Blüten und Blätter als auch die Stängel. Man kann sie sowohl frisch als auch getrocknet verwenden. Aus der Schafgarbe lassen sich allerlei Tinkturen, Badesalze, Kräutersalz oder Tees herstellen. Insbesondere die getrocknete Schafgarbe als Tee ist als Hausmittel sehr beliebt. Das Kraut und der daraus gewonnene Tee schmecken aromatisch nussig.

Verwechslungsgefahr mit Schierling und Riesenbärenklau

Bei allem Enthusiasmus sofort loszulaufen und die Schafgarbe zu ernten, empfehlen wir Ihnen sich beim ersten Ausflug von einer kundigen Person begleiten zu lassen. Bei der Schafgarbe besteht nämlich Verwechslungsgefahr mit dem Schierling. Im Volksmund ist der Schierlingsbecher als Gift bekannt, welches schon Sokrates genommen haben soll. Auch zahlreiche Thronfolger der europäischen Königshäuser sollen damit aus dem Weg geräumt worden sein.

Seien Sie sich bitte sicher welches Kraut Sie vor sich haben:

Der Schierling sieht der Schafgarbe gerade vor der Blütezeit zum Verwechseln ähnlich, ist aber lebensgefährlich. Auseinanderhalten lassen sich die beiden anhand der rot-braunen Flecken am Stängel des Schierlings. (Quelle)

Auch der Riesenbärenklau sieht der Schafgarbe nicht ganz unähnlich. Auch hier ist Vorsicht geboten.

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